X-RockZ-Magazin - Das Leben ist ein Theater! Das unabhängige österreichische Kunst & Kulturmagazin! www.x-rockz-magazin.com Idee: Günther Golob, Johann Steinegger Regie: Johann Steinegger Regieassistent: David Gesslbauer Postproduktion: Johann Steinegger 3D Artist: Han-I Kou Komponist: Oliver Majstorovic Sounddesign: Markus Sulzbacher Kamera: Sebastian Post Kamerassistent: Michi Edl Licht: Wolfgang Hackl Maske: Pinky Bonita Bühnenbild: Joey Davis Kulissenmaler: Joey Davis Produktionsassistent : Cornelia Schwingenschlögl, Markus Krieg
Los Angeles, USA Künstlerischer Leiter: Jacques Heim Aufführung vom 13. Mai 2010 im KraftWerk im Rahmen der Movimentos Festwochen 2010 Diavolo ist eine spektakuläre Mischung aus Tanz, Akrobatik, Schauspiel und Action. In bizarren Strukturen aus echten oder überdimensionierten Alltagsgegenständen entwickeln sich Bilder von cinematographischer Expressivität. Jacques Heim, der diese surreale Theaterwelt erfand, zeigt mit alltäglichen, gezielt verfremdeten Bewegungsabläufen und Beziehungsmustern die Absurditäten, die der tägliche Überlebenskampf in einer hoch technisierten Umwelt mit sich bringt. Er sagt: „Mein Ziel ist es, die ironischen und unfreiwillig komischen Muster, in denen wir gefangen sind, mit den dunkleren Folgen unseres Tuns zu verbinden. Ich will zeigen, wie man sich in einer absurden, egoistischen Welt Humanität bewahren kann. „Diavolo bietet einen atemberaubenden Parforceritt durch das umfangreiche Werk der Company und ist ein faszinierender Querschnitt durch eine befremdliche, aber auch komische und phantasievolle Kunstwelt, die verstörend viel mit uns zu tun hat. Programm: Diavolo (Deutschlandpremiere) Choreographie: Die Company, unter der Leitung von Jacques Heim Musik: Giacomo Puccini, Drum Invasion, Chemical Brothers ua
Keine Zeit! Wir ahnen es von Anfang an: DIESER ABEND im Deutschen Theater zu Berlin hat keine Sekunde zu vergeuden. Wenige Stunden nur sind es, die Lessing in seinem Trauerspiel unter die Lupe nimmt. Doch sie reichen aus, um das Leben des grundanständigen Bürgermädchens Emilia Galotti zu vernichten. Auch sie ist ein Opfer ihrer Zeit, ein Opfer aristokratischer Willkür, die sich um Gefühle und Befindlichkeiten des einzelnen nicht schert, es sei denn, er ist ein Angehöriger des Adels. Der nimmt sich, was er will, ohne Rücksicht auf Verluste. Michael Thalheimer schneidet Lessings wortreicher, höfisch-bürgerlicher Räuberpistole den Klassiker-Bart ab, indem er seinerseits an der Zeitschraube dreht. Dabei greift er jedoch nicht nach platten Methoden der Aktualisierung. Seine Protagonisten sind Graf, Intrigant oder Bürgermädchen im alten Gewand, aber sie sprechen wie auf Koks. Beinah ausdruckslos rattern sie sich ihre Texte um die Ohren und lassen keinen Zweifel daran, dass hier das einzelne Wort selten auf die Goldwaage gelegt wird. Es sind Dialoge, die eher einem Feuergefecht gleichen denn einer rhetorisch-psychologisch ausbalancierten Bühnen-Konversation. Warum macht er das, dieser Regiestar des neuen Jahrhunderts, der zusammen mit seinem Bühnenbildner Olaf Altmann mit dieser Inszenierung den ersten Höhepunkt einer anhaltenden Serie gefeierter Inszenierungen lieferte? Es ist nicht allein die Leichtigkeit, die uns an diesem Theaterabend über die Grenzen einer Stadttheater <b>...</b>
Henrik Ibsen Nora oder Ein Puppenhaus Ein Weihnachtsidyll: In ihrem gemütlichen Heim freuen sich der der angehende Bankdirektor Helmer, seine entzückende Frau Nora und ihre niedlichen Kinder auf das Fest der Liebe. Er nennt sie zärtlich sein „Eichhörnchen" und „Singvögelchen", sie schmückt den Weihnachtsbaum -- und rettet ihm, heimlich, ohne dass er davon wissen darf, das Leben. Als ein Erpresser Nora unter Druck setzt und ein Freund der Familie dem Tode nahe ist, fällt auf das familiäre Idyll plötzlich ein dunkler Schatten. Doch der größte Horror, die schlimmste Gefahr für die scheinbar harmonische Ehe kommen nicht von außen: Das „Puppenhaus" von Nora und Helmer droht von innen heraus zu zerbrechen, und unterm Tannenbaum kommt es zu heftigen Zerwürfnissen und existenziellen Wahrheiten. Henrik Ibsens 1879 uraufgeführtes Schauspiel ist ein Meisterwerk des naturalistischen Theaters und zugleich ein erstaunlich aktuelles Plädoyer für die Rechte der Frauen. Dann ist Nora aber auch noch ein raffiniert gestricktes Melodram und ein spannender Thriller. Der Komödien- und Katastrophenspezialist Herbert Fritsch, der am Theater Oberhausen schon mit Tartuffe und Beute familiäre Desaster lustvoll zelebriert und ins Extrem getrieben hat, erzählt Nora oder Ein Puppenhaus als groteske Horrorkomödie auf den Spuren von Alfred Hitchcock und Rainer Werner Fassbinder. Das außergewöhnliche Bühnenbild entwirft Fritsch wie immer selbst, die opulenten Kostüme kreiert erneut Victoria Behr <b>...</b>